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Gehirnareale und ihre Funktion

Geschrieben von Rainer Schnell | 04.05.2012 um 11:38 Uhr

Leben wir in unserer Wahrnehmung in der Vergangenheit? Ein kleiner Ausflug in unser Gehirn gibt Aufschluss über Bewusstsein und Unterbewusstsein.

 

Die moderne Gehirnforschung ordnet bewusste und unbewusste Prozesse bestimmten Gehirnarealen zu.

Unser Bewusstsein ist begrenzt auf die Großhirnrinde, eine millimeterdünne faltige Schicht, die unser Gehirn umschließt. Etwa 15 Milliarden Nervenzellen können sich hier in Sekundenbruchteilen miteinander zu neuen Netzwerken verbinden. Doch diese Vorgänge benötigen mehr Energie, als die Muskeln eines Leistungssportlers. Deshalb versucht unser Gehirn ständig, ohne unser bewusstes Eingreifen „zurecht zu kommen“.

Das Stammhirn regelt alle lebensnotwendigen Körperfunktionen wie Atmung und Herzfrequenz. Das Kleinhirn koordiniert alle Bewegungsroutinen wie Gehen oder Greifen.

Und das limbische System regelt alles, was wir fühlen. Allerdings üben (aktuellen Erkenntnissen zufolge) Prozesse der Großhirnrinde (somit des Bewusstseins) einen enormen Einfluss auf das limbische System aus. Die Entstehung und die Entwicklung von Emotionen und Trieben sind demzufolge nicht alleine dem limbischen System zuzuordnen, sondern vielmehr dem Zusammenspiel verschiedener Hirnareale.

Unser Gehirn „weiß“ sozusagen immer mehr, als uns überhaupt bewusst sein kann, denn ein unbewusster Filter (der Thalamus) entscheidet, WAS neu und wichtig genug ist um es  unserem Bewusstsein mitzuteilen. Vielleicht haben wir ja deshalb so wenig Einfluss auf das, was wir sind und was wir tun. Alles, was wir sehen dringt durch die Pupillen unserer Augen und trifft auf die Netzhaut. In Millionen Nervenimpulse verschlüsselt, rasen die Daten über den Sehnerv und erreichen nach 50 Millisekunden die Nervenzellen des Thalamus. Droht Gefahr, „funkt“ der Thalamus das Bild nicht nur zur Sehrinde in den Hinterkopf sondern parallel zur Amygdala – dem „Panikschalter“ in unseren Köpfen. Die Amygdala löst dann sofort unsere Schreckmotorik aus. Und nach nur 150 Millisekunden beginnen wir uns reflexartig zu bewegen, ohne zu wissen warum. Um 300 Millisekunden vorprojiziert in die Zukunft! 

Warum um 300 Millisekunden vorprojiziert? Wir erleben unsere Umwelt quasi dauernd in der Vergangenheit, weil alles, was wir über unsere Sinne wahrnehmen, um ca. 300 Millisekunden (~ 0,3 sec.) verzögert in unser Bewusstsein gelangt. Ohne drohende Gefahr dauert die Verarbeitung der eingehenden Daten bis zum Erreichen unseres Bewusstseins die genannten 300 Millisekunden. Bei drohender Gefahr wird die beschriebene Abkürzung über die Amygdala genommen, die uns die Möglichkeit gibt, eben innerhalb von nur 150 Millisekunden zu reagieren. Um nun in Echtzeit auf gegenwärtige Ereignisse (ohne drohende Gefahr) reagieren zu können, muss unser Gehirn diese 1/3 Sekunde Verzögerung ausgleichen und unsere Reaktion auf die laufenden Geschehnisse eben um 300 Millisekunden in die Zukunft projizieren. Müssten wir uns jeden einzelnen Handgriff zudem erst noch bewusst überlegen, dann verginge noch viel mehr Zeit  zusätzlich und wir wären überhaupt kaum noch handlungsfähig, angesichts der riesigen Datenmengen, die in jeder Sekunde auf uns einwirken.

Vor allem bei drohender Gefahr ist das eben so, dass unser Eingreifen schneller erforderlich ist und deshalb unser bewusstes Handeln außer Acht gelassen werden muss. Bei Gefahr reagieren wir ausschließlich aufgrund von bereits gespeicherten Erfahrungen - genetisch veranlagter oder auch erlernter Natur.

Vieles von dem, was unser Gehirn ohne unser bewusstes Eingreifen erledigt, ist gut für uns. Wir können deshalb beispielsweise zugleich Essen, etwas lesen und eine Treppe steigen.

Ein bestimmter Bereich des rechten Schläfenlappens ist ausschließlich für die Gesichter-Erkennung zuständig. In Sekundenbruchteilen werden hier gescannte Gesichter mit bereits bekannten Gesichtern verglichen. So effizient, dass wir Menschen auch nach vielen Jahren wieder erkennen oder gar nur nach einer einzigen Begegnung. Vorausgesetzt diese Erinnerung ist zusammen mit einem Gefühl verankert. Je stärker das Gefühl umso müheloser die Erinnerung. 

Ein weiterer Bereich des rechten Schläfenlappens ist für die Auswertung von Mimiken verantwortlich. Er erfasst alle Bewegungen im Gesicht unseres Gegenübers und interpretiert diese. In Zusammenarbeit mit dem Insellappen unseres Gehirns Sind wir auch in der Lage, Empathie zu empfinden, d.h. uns in die Gefühle anderer Menschen hineinzuversetzen, mitzufühlen. Wir sehen ein Gesicht und glauben zu fühlen, was unser Gegenüber fühlt, weil wir von unbewussten Schaltkreisen quasi dazu gezwungen werden. Wir können das weder in Worte fassen, noch kontrollieren. Ein echtes Lachen etwa wird von anderen Muskelgruppen ausgelöst als ein falsches. Und dennoch fällt es uns oft schwer, den Unterschied zu erkennen.

Eher für die Erkennung von Objekten (ohne Gesicht) ist der Temporale Pfad (ventral stream) des Gehirns zuständig.

Unsere bewusste Intelligenz sitzt vor allem im Stirnbereich der Großhirnrinde und ist mit einem Gedanken, bzw. ca. 5 Informationseinheiten gleichzeitig bereits voll ausgelastet.

Unsere bewusste Vernunft sitzt eher im orbitofrontalen Kortex (über unseren Augen).

Doch entscheidet sie nichts alleine: Eine andere „Art der Vernunft“ liegt unterhalb der Großhirnrinde: Hier hat der Hippocampus hat all unsere Erfahrungen abgespeichert. Was wir erinnern bestimmt das, was wir tun. Entscheidende Schaltstellen hier sind die Angst- und Panikzentren in den Mandelkernen (Amygdala) sowie die Glücks- und Belohnungszentren. Diese „emotionalen Zentren“ sind Teile des Limbischen Systems und entziehen sich unserem bewussten Einfluss und doch haben sie immer das erste und letzte Wort.

Autor und Copyright:
Michael Zeiß - Hypnosens 

 

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